Geschäftsbericht 2013

Erläuterungen zur Konzern-GuV

(30) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ertragsteueraufwand/-ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

Ergebnis vor Steuern und Steueraufteilung
in Mio Euro 20121 2013
Ergebnis vor Steuern 2.018 2.172
Laufende Steuern 532 571
Latente Steuern –40 –24
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 492 547
Steuerquote in Prozent 24,4 % 25,2 %

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Wesentliche Komponenten des Steueraufwands und -ertrags
in Mio Euro 20121 2013
Laufender Steueraufwand/-ertrag im Berichtsjahr 534 609
Laufende Steueranpassungen für Vorjahre –2 –38
Latenter Steueraufwand/-ertrag aus temporären Differenzen –50 –31
Latenter Steueraufwand aus Verlustvorträgen 24
Latenter Steueraufwand aus Steueranrechnungsguthaben 1
Latenter Steueraufwand/-ertrag aus geänderten Steuersätzen –3 –3
Erhöhung/Verminderung der Wertberichtigung auf latente Steueransprüche –2 10
Steuerertrag aus Änderung IAS 19 revised –10

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Latenter Steueraufwand nach Bilanzpositionen
in Mio Euro 20121 2013
Immaterielle Vermögenswerte –52 –6
Sachanlagen 3 –12
Finanzanlagen 5 –1
Vorräte 3 –1
Andere Forderungen und Sonstige Vermögenswerte –8 –28
Steuerliche Sonderposten –3 –3
Rückstellungen –36 4
Verbindlichkeiten 25 13
Steueranrechnungsguthaben 1
Verlustvorträge 24
Wertberichtigungen –2 10
Bilanzposten –40 –24

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In der folgenden Überleitungsrechnung fassen wir die einzelnen gesellschaftsbezogenen und mit dem jeweiligen länderspezifischen Steuersatz erstellten Überleitungsrechnungen unter Berücksichtigung von Konsolidierungsmaßnahmen zusammen. Dabei wird der erwartete Steueraufwand, berechnet mit dem Steuersatz der Henkel AG & Co. KGaAKGaA
Abkürzung für: Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die KGaA ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), bei der mindestens ein Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet (persönlich haftender Gesellschafter). Die übrigen Gesellschafter sind an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (Kommanditaktionäre).
(31 Prozent), auf den ausgewiesenen Steueraufwand übergeleitet.

Steuerüberleitungsrechnung
in Mio Euro 20121 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.018 2.172
Ertragsteuersatz (einschließlich Gewerbesteuer) der Henkel AG & Co. KGaA 31 % 31 %
Erwarteter Steueraufwand 626 673
Steuerminderungen aufgrund von abweichenden ausländischen Steuersätzen –75 –86
Steuermehrungen/-minderungen für Vorjahre 8 –32
Steuermehrungen/-minderungen aufgrund von Steuersatzänderungen –3 –3
Steuermehrungen/-minderungen aufgrund der Bewertung von Aktiven latenten
Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen
–2 10
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge und sonstiger Posten –159 –107
Steuermehrungen/-minderungen aufgrund von Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern 18 18
Steuermehrungen aufgrund von Quellensteuern 27 22
Steuermehrungen aufgrund von steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen 52 52
Ausgewiesener Steueraufwand 492 547
Steuerquote 24,4 % 25,2 %

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Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die in den einzelnen Ländern am Bilanztag gelten oder die bereits rechtskräftig beschlossen worden sind. In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer ergibt sich ein Gesamtsteuersatz von 31 Prozent.

Aktive und Passive latente Steuernlatente Steuern
Latente Steuern werden gemäß International Accounting Standard (IAS) 12 angesetzt auf temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, Verlustvorträgen und Steueranrechnungsguthaben.
werden saldiert, wenn sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und denselben Steuergläubiger betreffen.

Der Bestand an Aktiven und Passiven latenten Steuern entfällt zum Bilanztag auf folgende Bilanzpositionen, Verlustvorträge und Steueranrechnungsguthaben:

Zuordnung der latenten Steuern
  Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in Mio Euro 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013
Immaterielle Vermögenswerte 162 193 669 661
Sachanlagen 18 15 90 73
Finanzanlagen 6 10 14 18
Vorräte 36 35 6 7
Andere Forderungen und Sonstige Vermögenswerte 59 48 97 59
Steuerliche Sonderposten 43 40
Rückstellungen 679 636 10 12
Verbindlichkeiten 109 77 17 9
Steueranrechnungsguthaben 8 8
Verlustvorträge 27 29
Saldierungen –497 –422 –497 –422
Wertberichtigungen –15 –23
Bilanzposten 592 606 449 457

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Die Aktiven latenten Steuern in der Bilanzposition „Rückstellungen“ in Höhe von 636 Mio Euro (im Vorjahr: 679 Mio Euro) resultieren hauptsächlich aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei Pensionsverpflichtungen. Die auf Immaterielle Vermögenswerte entfallenden Passiven latenten Steuern in Höhe von 661 Mio Euro (Vorjahr: 669 Mio Euro) sind im Wesentlichen auf Unternehmenszusammenschlüsse, zum Beispiel auf den Erwerb der National Starch-Geschäfte im Jahr 2008, zurückzuführen.

Ein Überhang an Aktiven latenten Steuern wird nur insoweit angesetzt, als es wahrscheinlich ist, dass die jeweilige Gesellschaft zukünftig ausreichend positive steuerpflichtige Ergebnisse erzielen wird, mit denen die abzugsfähigen temporären Differenzen verrechnet sowie steuerliche Verlustvorträge genutzt werden können. Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 93 Mio Euro (Vorjahr: 52 Mio Euro) wurden keine latenten Steuern angesetzt, da deren Nutzung durch positive steuerliche Ergebnisse nicht wahrscheinlich ist. Von diesen Verlustvorträgen verfallen 75 Mio Euro (Vorjahr: 24 Mio Euro) nach mehr als drei Jahren. Diese Verlustvorträge entfallen mit 42 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro) auf Verlustvorträge für „State Taxes“ unserer US-amerikanischen Tochtergesellschaft (Steuersatz rund 5 Prozent). Unverfallbar sind 18 Mio Euro (Vorjahr:
25 Mio Euro).

Es wurden Passive latente Steuernlatente Steuern
Latente Steuern werden gemäß International Accounting Standard (IAS) 12 angesetzt auf temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, Verlustvorträgen und Steueranrechnungsguthaben.
in Höhe von 12 Mio Euro (Vorjahr: 5 Mio Euro) für einbehaltene Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften angesetzt, da diese Gewinne im Jahr 2014 ausgeschüttet werden.

In der nachfolgenden Übersicht fassen wir die Verfallsdaten steuerlicher Verlustvorträge und von Steueranrechnungsguthaben zusammen. Diese Übersicht enthält Verlustvorträge aus Veräußerungsverlusten in Höhe von 9 Mio Euro (Vorjahr: 11 Mio Euro), die unbegrenzt vortragsfähig sind.

Verfallsdaten steuerlicher Verlustvorträge und von Steueranrechnungsguthaben (Tax Credits)
  Steuerliche Verlustvorträge Steueranrechnungsguthaben
in Mio Euro 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013
Verfallsdatum innerhalb von        
1 Jahr 4 4
2 Jahren 3
3 Jahren
nach 3 Jahren 140 144 8 8
Unbegrenzt vortragsfähig 61 52
Gesamt 208 200 8 8

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Veräußerungsverluste unterliegen in manchen Ländern anderen Steuersätzen als operative Gewinne und können gegebenenfalls nur gegen Veräußerungsgewinne verrechnet werden.

Von den Verlustvorträgen, die nach mehr als drei Jahren verfallen, entfallen 93 Mio Euro (Vorjahr: 104 Mio Euro) auf Verlustvorträge US-amerikanischer Tochtergesellschaften für „State Taxes“.

Eigenkapitalmindernd wurden latente Steuernlatente Steuern
Latente Steuern werden gemäß International Accounting Standard (IAS) 12 angesetzt auf temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, Verlustvorträgen und Steueranrechnungsguthaben.
in Höhe von 36 Mio Euro (Vorjahr: eigenkapitalerhöhend
114 Mio Euro) erfasst. Diese latenten Steuern resultieren mit einem Aufwand von 26 Mio Euro aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten bei Pensionsverpflichtungen und mit einem Aufwand von 10 Mio Euro aus Gewinnen und Verlusten aus CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedges.