Geschäftsbericht 2013

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(21) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Im Henkel-Konzern werden Finanzinstrumente in den Bilanzpositionen „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“, „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“, „Finanzschulden“, „Sonstige finanzielle Vermögenswerte“ und „Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten“ sowie „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ ausgewiesen.

Finanzinstrumente werden erfasst, wenn Henkel Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Erfüllungstag; ausgenommen hiervon sind derivative Finanzinstrumente, die zum Handelstag erfasst werden. Alle Finanzinstrumente werden zunächst mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Anschaffungsnebenkosten werden nur aktiviert, wenn die Folgebewertung der Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfolgt. Die Finanzinstrumente werden für die Folgebewertung nach IAS 39 in folgende Klassen untergliedert:

  • zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente,
  • zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente.

Diesen beiden Klassen sind verschiedene Bewertungskategorien zugeordnet. Finanzinstrumente, die den Bewertungskategorien „Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Option“, „Zur Veräußerung verfügbar“ und „Zu Handelszwecken gehalten“ zugeordnet sind, werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In der „Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Option“ bilanzieren wir die in den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten unter den Wertpapieren und Terminanlagen ausgewiesenen festverzinslichen Anleihen, für die wir Zinsswaps abgeschlossen haben, um die feste Verzinsung in eine variable Verzinsung umzuwandeln. Als „Zur Veräußerung verfügbar“ werden die in den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen sonstigen Wertpapiere und Terminanlagen sowie die nicht „at-equity“ bilanzierten Sonstigen Beteiligungen kategorisiert. In der Bewertungskategorie „Zu Handelszwecken gehalten“ werden lediglich die im Henkel- Konzern gehaltenen derivativen Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht in ein Hedge AccountingHedge Accounting
Eine Methode zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dabei wird der kompensatorische Effekt von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechung beziehungsweise in der Gesamtergebnisrechung erfasst.
einbezogen sind. Alle übrigen Finanzinstrumente einschließlich der als „Kredite und Forderungen“ kategorisierten finanziellen Vermögenswerte bilanzieren wir zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Bewertungskategorie „Bis zur Endfälligkeit zu halten“ wird im Henkel-Konzern nicht genutzt.

Bei Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ handelt es sich um nicht-derivative Finanzinstrumente mit festen beziehungsweise bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden. Im Henkel-Konzern werden in dieser Kategorie im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Beteiligungen, der Derivate und der Wertpapiere und Terminanlagen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Der Buchwert der als „Kredite und Forderungen“ klassifizierten Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer überwiegend kurzfristigen Natur näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Bestehen an der Einbringbarkeit dieser Finanzinstrumente Zweifel, werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Finanzinstrumente werden in der „Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Option“ bilanziert, wenn durch diese Einstufung zweckdienlichere Informationen vermittelt werden, indem Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz, die entstehen, wenn die Bewertung von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten oder die Erfassung von Gewinnen oder Verlusten auf unterschiedlicher Grundlage erfolgt, beseitigt oder erheblich verringert werden. In der „Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Option“ klassifizierte Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Finanzinstrumente der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte und werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Ist der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt der Ansatz zu Anschaffungskosten. Wertschwankungen zwischen den Bilanztagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung (Neubewertungsrücklage) erfasst, es sei denn, es handelt sich um dauerhafte Wertminderungen. Diese werden erfolgswirksam erfasst. Bei Veräußerung der Vermögenswerte werden die in der Neubewertungsrücklage erfassten Beträge erfolgswirksam aufgelöst. Im Henkel-Konzern sind die in den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen und nicht nach der „Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Option“ klassifizierten Wertpapiere und Terminanlagen sowie die Sonstigen Beteiligungen als „Zur Veräußerung verfügbar“ kategorisiert. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und Terminanlagen basieren auf notierten Marktpreisen beziehungsweise von Marktdaten abgeleiteten Kursen. Da die beizulegenden Zeitwerte der Sonstigen Beteiligungen nicht verlässlich bestimmbar sind, erfolgt die Folgebewertung dieser Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Veräußerung dieser Finanzinstrumente wird derzeit nicht beabsichtigt.

Die als „Zu Handelszwecken gehaltenen“ derivativen Finanzinstrumente, die nicht in ein Hedge AccountingHedge Accounting
Eine Methode zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dabei wird der kompensatorische Effekt von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechung beziehungsweise in der Gesamtergebnisrechung erfasst.
einbezogen sind, werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche Marktwertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Um Ergebnisschwankungen aus Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten zu vermeiden, wird in Einzelfällen – soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll – Hedge AccountingHedge Accounting
Eine Methode zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dabei wird der kompensatorische Effekt von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechung beziehungsweise in der Gesamtergebnisrechung erfasst.
angewandt. Nach Art des Grundgeschäfts und des zu sichernden Risikos werden im Konzern Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
und CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedges designiert. Details zu den im Konzern abgeschlossenen Sicherungsgeschäften und zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Derivate werden hier erläutert.

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten – mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente – werden grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Finanzschulden, für die ein Sicherungsgeschäft abgeschlossen wurde, das die Voraussetzungen von IAS 39 bezüglich des Sicherungszusammenhangs erfüllt, werden im Rahmen des Hedge AccountingHedge Accounting
Eine Methode zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dabei wird der kompensatorische Effekt von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechung beziehungsweise in der Gesamtergebnisrechung erfasst.
bilanziert.

Neben den in dieser Textziffer dargestellten Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten bei Derivaten (siehe hier) sind weitere Saldierungsangaben unter der Textziffer 17 enthalten.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
31.12.2012
in Mio
Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Buchwert 31.12 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Beizulegender
Zeitwert,
erfolgsneutral
Beizulegender
Zeitwert,
erfolgswirksam
Beizulegender
Zeitwert
31.12
Aktiva
Kredite und Forderungen 3.433 3.433 3.433
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.021 2.021 2.021
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 174 174 174
Forderungen an assoziierte Unternehmen 1 1 1
Finanzforderungen an Fremde 59 59 59
Forderungen gegen den Henkel Trust e.V. 20 20 20
Übrige finanzielle Vermögenswerte 94 94 94
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.238 1.238 1.238
Fair Value Option 537 537 537
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 537 537 537
Festverzinsliche Wertpapiere (Level 1) 248 248 248
Festverzinsliche Wertpapiere (Level 2) 289 289 289
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.726 18 1.708 1.726
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.726 18 1.708 1.726
Sonstige Beteiligungen 18 18 18
Variabel verzinsliche Wertpapiere und Termineinlagen (Level 1) 1.654 1.654 1.654
Variabel verzinsliche Wertpapiere (Level 2)
Festverzinsliche Wertpapiere (Level 1) 50 50 50
Gestellte finanzielle Sicherheiten 4 4 4
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Level 2) 14 14 14
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 14 14 14
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (Level 2) 244 244 244
Gesamt 5.954 3.451 1.708 795 5.954
           
Passiva
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 6.496 6.496 6.498
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.647 2.647 2.647
Finanzschulden ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 241 241 241
Finanzschulden mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 3.533 3.533 3.535
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 75 75 75
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (Level 2) 33 33 33
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge–Beziehung 33 33 33
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge–Beziehung (Level 2) 19 19 19
Gesamt 6.548 6.496 19 33 6.550

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Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
31.12.2013
in Mio Euro
Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Buchwert 31.12 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert, erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert, erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert 31.12
Aktiva
Kredite und Forderungen 3.652 3.652 3.652
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.370 2.370 2.370
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 231 231 231
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen
Finanzforderungen gegen Fremde 32 32 32
Forderungen gegen den
Henkel Trust e.V.
120 120 120
Übrige finanzielle Vermögenswerte 79 79 79
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.051 1.051 1.051
Fair Value Option 619 619 619
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 619 619 619
Festverzinsliche Wertpapiere (Level 1) 245 245 245
Festverzinsliche Wertpapiere (Level 2) 374 374 374
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.805 18 1.787 1.805
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.805 18 1.787 1.805
Sonstige Beteiligungen 18 18 18
Variabel verzinsliche Wertpapiere und Termineinlagen (Level 1) 1.720  1.720 1.720
Variabel verzinsliche Wertpapiere (Level 2) 22 22 22
Festverzinsliche Wertpapiere (Level 1) 19 19 19
Gestellte finanzielle Sicherheiten 26 26 26
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Level 2) 17 17 17
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge–Beziehung 17 17 17
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge–Beziehung (Level 2) 135 135 135
Gesamt 6.228 3.670 1.787 771 6.228
           
Passiva
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 5.543 5.543 5.543
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.872 2.872 2.872
Finanzschulden ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 186 186 186
Finanzschulden mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 2.430 2.430 2.430
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 55 55 55
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (Level 2) 31 31 31
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge–Beziehung 31 31 31
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge–Beziehung (Level 2) 3 3 3
Gesamt 5.577 5.543 3 31 5.577

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Die folgende Hierarchie wird verwendet, um den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten zu bestimmen und auszuweisen:

  • Level 1: Beizulegende Zeitwerte, die auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten bestimmt werden.
  • Level 2: Beizulegende Zeitwerte, die auf Basis von Parametern bestimmt werden, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete Preise auf einem Markt zur Verfügung stehen.
  • Level 3: Beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von Parametern bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Der beizulegende Zeitwert der dem Level 1 zugeordneten Wertpapiere und Termineinlagen basiert auf Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Wertpapieren des Level 2 werden beobachtbare Marktdaten verwendet.

Weder im Geschäftsjahr 2013 noch im Vorjahr haben wir Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien oder Umgliederungen innerhalb der Fair-Value-Hierarchie vorgenommen.

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Kategorien

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten lassen sich den folgenden Kategorien zuordnen:

Nettoergebnisse der Bewertungskategorien und Überleitung zum Finanzergebnis
in Mio Euro20122013
Kredite und Forderungen5547
Fair Value Option37
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1110
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zuzüglich derivativer Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung9– 35
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten –203–109
Summe Nettoergebnisse–125–80
   
Währungseffekte–6–1
Zinsaufwand Pensionsverpflichtungen abzüglich Zinserträge aus Pensionsvermögen und Erstattungsansprüchen1 –38–24
Sonstiges Finanzergebnis (nicht auf Finanzinstrumente entfallend)–12–8
Finanzergebnis–181–113

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Das Nettoergebnis aus „Krediten und Forderungen“ entfällt in voller Höhe auf Zinserträge. Die Nettoaufwendungen aus der Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 17 Mio Euro (Vorjahr: 30 Mio Euro) sowie die Erträge aus Einzahlungen auf bereits abgeschriebene und ausgebuchte Finanzinstrumente in Höhe von 4 Mio Euro (Vorjahr: 3 Mio Euro) wurden im betrieblichen Ergebnis erfasst.

Das Nettoergebnis der nach der „Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Option“ klassifizierten Wertpapiere umfasst Zinserträge in Höhe von 7 Mio Euro (Vorjahr: 1 Mio Euro) sowie Bewertungsgewinne in Höhe von 0 Mio Euro (Vorjahr: 2 Mio Euro).

Im Nettoergebnis der als „Zur Veräußerung verfügbar“ klassifizierten Wertpapiere und Terminanlagen entfallen 10 Mio Euro (Vorjahr: 10 Mio Euro) auf Zinserträge sowie 0 Mio Euro (Vorjahr: 1 Mio Euro) auf Beteiligungserträge. Die Bewertung dieser Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert hat zu einem Gewinn in Höhe von 1 Mio Euro (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 3 Mio Euro) geführt, den wir in der Rücklage für „Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente“ im Eigenkapital erfasst haben.

Im Nettoergebnis aus den „Zu Handelszwecken gehaltenen“ Derivaten zuzüglich der Derivate mit Hedge-Beziehung ist neben den Effekten aus der Marktbewertung der Derivate in Höhe von –94 Mio Euro (Vorjahr: –46 Mio Euro) auch der Aufwand aus der Zuführung von Wertberichtigungen zur Berücksichtigung des Ausfallrisikos der Kontraktpartner in Höhe von 1 Mio Euro (Vorjahr: Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 4 Mio Euro) enthalten. Darüber hinaus werden in dieser Position die Zinserträge aus den Zinssicherungsinstrumenten und die Auflösungen der im Eigenkapital erfassten Beträge aus CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedges in Höhe von 60 Mio Euro (Vorjahr: 51 Mio Euro) ausgewiesen.

Das Nettoergebnis aus „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten“ finanziellen Verbindlichkeiten ergibt sich im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand für Finanzschulden in Höhe von 184 Mio Euro (Vorjahr: 215 Mio Euro). Darüber hinaus sind Bewertungsgewinne in Höhe von 81 Mio Euro (Vorjahr: 17 Mio Euro) aus den Finanzschulden mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Hedge) enthalten. Gebühren für die Geld- und Kreditbeschaffung wurden in Höhe von 6 Mio Euro (Vorjahr: 5 Mio Euro) erfasst.

Aus der Realisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (ohne derivative Finanzinstrumente) in Fremdwährung ergab sich ein Aufwand in Höhe von –1 Mio Euro (Vorjahr:
–6 Mio Euro).

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanztag bewertet. Die Erfassung der aus Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten resultierenden Gewinne und Verluste ist davon abhängig, ob die Anforderungen von IAS 39 hinsichtlich der Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllt sind (Hedge AccountingHedge Accounting
Eine Methode zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dabei wird der kompensatorische Effekt von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechung beziehungsweise in der Gesamtergebnisrechung erfasst.
).

Für den überwiegenden Teil der derivativen Finanzinstrumente wird kein Hedge AccountingHedge Accounting
Eine Methode zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dabei wird der kompensatorische Effekt von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechung beziehungsweise in der Gesamtergebnisrechung erfasst.
angewandt. Die Marktwertänderungen dieser Derivate, die wirtschaftlich betrachtet wirksame Absicherungen im Rahmen der Konzernstrategie darstellen, erfassen wir ergebniswirksam. Diesen stehen kompensierende Marktwertänderungen aus den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber. Bei Anwendung des Hedge AccountingHedge Accounting
Eine Methode zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dabei wird der kompensatorische Effekt von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechung beziehungsweise in der Gesamtergebnisrechung erfasst.
werden derivative Finanzinstrumente entweder als Instrumente zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Grundgeschäfts („Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Hedge“), als Instrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsverpflichtungen („CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedge“) oder als Instrumente zur Absicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Tochtergesellschaft („Hedge of a Net Investment in a Foreign Entity“) qualifiziert. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Konzern eingesetzten bilanzierten derivativen Finanzinstrumente und deren Marktwerte:

Derivative Finanzinstrumente
jeweils zum 31.12. 
in Mio Euro
Normalwert Positiver Marktwert2 Negativer Marktwert2
2012 2013 2012 2013 2012 2013
Devisenterminkontrakte1 1.985 2.118 14 17 –17 –20
(Davon: zur Absicherung konzerninterner Darlehen) (1.628) (1.671) (12) (12) (–16) (–19)
(Davon: als Cashflow Hedge designiert) (56) (1)
Devisenoptionen 62 1
Zinsswaps 4.734 3.424 244 134 –35 –14
(Davon: als Fair Value Hedge designiert) (3.300) (2.300) (244) (134) (–) (–)
(Davon: als Cashflow Hedge designiert) (910) (508) (–) (–) (–19) (–3)
(Davon: zur Absicherung von Finanzinstrumenten in der Fair Value Option) (524) (616) (–) (–) (–16) (–11)
Warentermingeschäfte1 1 1
(Davon: als Sicherungsinstrument designiert) (–) (–) (–) (–) (–) (–)
Summe derivative Finanzinstrumente 6.720 5.605 258 152 –52 –34

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Für Devisentermingeschäfte ermitteln wir den beizulegenden Zeitwert auf Basis der am Bilanztag geltenden aktuellen Referenzkurse der Europäischen Zentralbank. Hierbei berücksichtigen wir Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenkurs. Devisenoptionen werden mittels Kursnotierungen oder anerkannter Modelle zur Ermittlung von Optionspreisen bewertet. Zinssicherungsinstrumente bewerten wir auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter CashflowsCashflows
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
. Dabei legen wir Marktzinssätze zugrunde, die für die Restlaufzeit der Kontrakte gelten. Diese sind für die beiden wichtigsten Währungen in der nachfolgenden Tabelle angegeben. Sie zeigt die jeweils zum 31. Dezember am Interbanken-Markt quotierten Zinssätze.

Zinssätze in Prozent pro Jahr
jeweils zum 31.12.
Laufzeiten
Euro US-Dollar
2012 2013 2012 2013
1 Monat 0,07 0,24 0,23 0,16
3 Monate 0,18 0,25 0,42 0,25
6 Monate 0,25 0,41 0,48 0,38
1 Jahr 0,48 0,52 0,88 0,59
2 Jahre 0,38 0,54 0,39 0,48
5 Jahre 0,77 1,26 0,85 1,79
10 Jahre 1,60 2,22 1,82 3,17

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Bei der Bewertung von Finanzderivaten zur Sicherung von Rohstoffpreisrisiken nutzen wir aufgrund ihrer Komplexität vornehmlich Simulationsmodelle, die von Börsennotierungen abgeleitet sind. Korrekte Bewertungen stellen wir durch regelmäßige Plausibilitätsprüfungen sicher.

Bei der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente wird das Ausfallrisiko des Vertragspartners durch eine pauschale Anpassung der Marktwerte auf der Basis von Kreditrisikoprämien berücksichtigt. Die im Berichtsjahr 2013 bestehende Anpassung beträgt 2 Mio Euro (Vorjahr: 1 Mio Euro). Die Zuführung haben wir erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

In Abhängigkeit vom Marktwert und von der Fristigkeit am Bilanztag werden derivative Finanzinstrumente als finanzieller Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als finanzielle Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen.

Der überwiegende Teil der Devisenterminkontrakte ist zur Sicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Konzernfinanzierungen abgeschlossen.

Die Zinssicherungsinstrumente werden zur Steuerung des Zinsrisikos aus den durch die Henkel AG & Co. KGaAKGaA
Abkürzung für: Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die KGaA ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), bei der mindestens ein Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet (persönlich haftender Gesellschafter). Die übrigen Gesellschafter sind an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (Kommanditaktionäre).
begebenen festverzinslichen Anleihen und aus den bei der Henkel of America, Inc. bestehenden variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten abgeschlossen. Siehe hierzu auch die folgenden Erläuterungen zu den Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Hedges und den CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedges sowie zum Zinsrisiko im Henkel-Konzern. Darüber hinaus werden Zinsderivate zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts der festverzinslichen, nach der „Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Option“ klassifizierten Wertpapiere abgeschlossen.

In geringem Umfang setzen wir Warenderivate zur Absicherung künftiger Unsicherheiten in Bezug auf die Rohstoffpreisentwicklung ein. Siehe hierzu auch die Erläuterung zu den Sonstigen Preisrisiken.

Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Hedges:
Ein Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Hedge sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Derivate sowie die Marktwertänderung des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich erfolgswirksam erfasst.

Zur Absicherung des Fair-Value-Risikos der durch die Henkel AG & Co. KGaAKGaA
Abkürzung für: Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die KGaA ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), bei der mindestens ein Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet (persönlich haftender Gesellschafter). Die übrigen Gesellschafter sind an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (Kommanditaktionäre).
begebenen festverzinslichen Anleihen werden Receiver-Zinsswaps als Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Hedges eingesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Zinsswaps betragen 95 Mio Euro (Vorjahr: 180 Mio Euro) ohne Einschluss von aufgelaufenen Zinsen. Die Marktwertänderungen aus Marktzinsrisiken der Receiver-Zinsswaps betragen –85 Mio Euro (Vorjahr: –19 Mio Euro). Die korrespondierenden Marktwertänderungen der abgesicherten Anleihen betragen 81 Mio Euro (Vorjahr: 17 Mio Euro). Zur Bestimmung der Marktwertänderung der Anleihen (vergleiche Textziffer 17) wird ausschließlich der Anteil berücksichtigt, der sich auf das Zinsrisiko bezieht.

Eine Übersicht über die aus den Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Hedges entstandenen Gewinne und Verluste (ohne Berücksichtigung der für das Ausfallrisiko des Kontraktpartners gebildeten Wertberichtigung) gibt folgende Tabelle:

Gewinne und Verluste Fair Value Hedges
in Mio Euro20122013
Gewinne (+)/Verluste (–) aus gesicherten Grundgeschäften1781
Gewinne (+)/Verluste (–) aus Sicherungsgeschäften–19–85
Saldo–2–4

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CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedges:
Ein CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedge sichert die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten und Schulden (im Fall von Zinsrisiken), geplanten oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen und festkontrahierten, bilanzunwirksamen Verpflichtungen, aus denen ein Währungsrisiko resultiert. Der effektive Teil eines CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedge ist in der Hedge-Rücklage im Eigenkapital zu erfassen. Ineffektivitäten aus der Wertänderung des Sicherungsinstruments sind erfolgswirksam im Finanzergebnis zu buchen. Die mit den Sicherungsmaßnahmen verbundenen Gewinne und Verluste bleiben zunächst im Eigenkapital stehen und sind später in der Periode erfolgswirksam zu erfassen, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst. Resultiert die Absicherung einer festkontrahierten Position später im Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswerts, sind die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste dem Vermögenswert in der Regel bei Zugang zuzurechnen (Basis Adjustment).

Cashflow Hedges (nach Berücksichtigung von Ertragsteuern)
in Mio EuroAnfangsbestandZugang
(erfolgsneutral)
Abgang
(erfolgswirksam)
Endbestand
2013–234 710-217
2012–347 10310–234

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Der im Eigenkapital ausgewiesene Anfangsbestand der CashflowCashflow
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Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedges betrifft zum einen die Marktwerte der zur Absicherung des CashflowCashflow
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Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
-Risikos aus den variabel verzinslichen US-Dollar- Verbindlichkeiten bei der Henkel of America, Inc. eingesetzten Payer-Zinsswaps. Zum anderen entfällt er auf Devisentermingeschäfte für in Vorjahren getätigte Akquisitionen sowie auf eine bereits kontrahierte Transaktion.

Der Zugang in Höhe von 7 Mio Euro betrifft mit 5 Mio Euro die Zinssicherung der US-Dollar-Verbindlichkeiten der Henkel of America, Inc. Auf die kontrahierte Transaktion entfällt nach Berücksichtigung von Ertragsteuern ein Zugang in Höhe von 2 Mio Euro. Aus der auf die US-Dollar-Verbindlichkeiten entfallenden Amortisation der im Eigenkapital erfassten Beträge ergab sich nach Berücksichtigung von Ertragsteuern ein Abgang in Höhe von 10 Mio Euro (15 Mio Euro vor Berücksichtigung von Ertragsteuern). Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte auf die US-Dollar-Verbindlichkeiten der Henkel of America, Inc. betragen –3 Mio Euro (Vorjahr: –18 Mio Euro) ohne Einschluss von aufgelaufenen Zinsen. Die Marktwerte der Währungssicherungsgeschäfte auf die kontrahierte Transaktion betragen 1 Mio Euro. Die erfolgswirksam im Finanzergebnis erfassten Ineffektivitäten betrugen wie im Vorjahr weniger als 1 Mio Euro. Die CashflowsCashflows
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Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
aus der Zinssicherung sowie die gesicherten CashflowsCashflows
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Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
der US-Dollar-Verbindlichkeiten der Henkel of America, Inc. werden im Jahr 2014 erwartet und periodengerecht ergebniswirksam als Zinsaufwand erfasst. Die auf die Akquisitionen der Vorjahre entfallenden gesicherten CashflowsCashflows
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Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
werden erst bei Abgang beziehungsweise bei einer Wertminderung des auf den Erwerb dieser Geschäfte entfallenden Geschäftswerts im operativen Ergebnis erfasst. Die CashflowsCashflows
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Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
aus der Währungssicherung sowie die gesicherten CashflowsCashflows
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
aus der kontrahierten Transaktion werden voraussichtlich im Jahr 2014 eintreten und erst bei Abgang beziehungsweise bei einer Wertminderung der gesicherten Grundgeschäfte im operativen Ergebnis erfasst.

Hedges of a Net Investment in a Foreign Entity: Absicherungen von Nettoinvestitionen (Net Investment Hedges) in ausländische Gesellschaften gegen das sogenannte Translationsrisiko werden wie CashflowCashflow
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Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Hedges behandelt. Der Gewinn oder Verlust aus dem effektiven Teil des Sicherungsgeschäfts wird im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst; der Gewinn oder Verlust des ineffektiven Teils ist unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die erfolgsneutral erfassten Gewinne oder Verluste verbleiben bis zum Abgang oder Teilabgang der Nettoinvestition im Eigenkapital.

Die im Eigenkapital erfassten Posten betreffen Translationsrisiken von Nettoinvestitionen in Schweizer Franken und US-Dollar, bei denen die entsprechenden Sicherungsgeschäfte bereits in Vorjahren abgeschlossen und glattgestellt wurden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine „Hedges of a Net Investment in a Foreign Entity“ abgeschlossen. Wir haben keine erfolgswirksamen Ausbuchungen aus dem Eigenkapital vorgenommen.

Hedges of a Net Investment in a Foreign Entity (nach Berücksichtigung von Ertragsteuern)
in Mio EuroAnfangsbestandZugang
(erfolgsneutral)
Abgang
(erfolgswirksam)
Endbestand
201335 35
201269 –3435

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Risiken aus Finanzinstrumenten und Risikomanagement

Henkel ist als weltweit agierender Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken (Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken) ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus den operativen Geschäften entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht-derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Henkel verwendet derivative Finanzinstrumente ausschließlich für Zwecke des Risikomanagements. Ohne deren Verwendung wäre Henkel höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Änderungen von Wechselkursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen können zu signifikanten Schwankungen der Marktwerte der eingesetzten Derivate führen. Diese Marktwertschwankungen sind nicht isoliert von den gesicherten Grundgeschäften zu betrachten, da Derivate und Grundgeschäft hinsichtlich ihrer gegenläufigen Wertentwicklung eine Einheit bilden.

Die Steuerung der Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken basiert auf der vom Vorstand verabschiedeten, konzernweit gültigen Treasury- Richtlinie. Darin werden die Ziele, Prinzipien und Kompetenzen der Organisationseinheit Corporate Treasury definiert. Diese Richtlinie beschreibt die Verantwortungsbereiche und legt deren Verteilung auf Corporate Treasury und die Tochtergesellschaften fest. Der Vorstand wird über alle wesentlichen Risiken sowie über die bestehenden Sicherungsgeschäfte regelmäßig umfassend informiert. Die Ziele und Grundlagen des Kapitalmanagements werden in Finanzierung und Kapitalmanagement des Konzernlageberichts beschreiben. Bedeutende Risikokonzentrationen lagen im Berichtsjahr nicht vor.

Ausfallrisiko

Der Henkel-Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit mit Dritten grundsätzlich einem weltweiten Ausfallrisiko ausgesetzt, das sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch aus finanziellen Investments ergeben kann. Dieses Risiko resultiert aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (ohne „at-equity“ bilanzierte Beteiligungen) wiedergegeben und stellt sich wie folgt dar:

Maximale Risikoposition
in Mio Euro 20122013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.0212.370
Derivative Finanzinstrumente
ohne Hedge-Beziehung 
1417
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung 244135
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.4372.655
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.2381.051
Summe Buchwerte 5.9546.228

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Im operativen Geschäft sieht sich Henkel grundsätzlich mit einer fortschreitenden Konzentration auf der Abnehmerseite konfrontiert, was sich entsprechend in den Forderungspositionen von Einzelkunden ausdrückt.

Ein Kreditrisikomanagement mit einer weltweit gültigen „Credit Policy“ sorgt für eine permanente Überwachung der Kreditrisiken und minimiert die Forderungsverluste. Sie regelt für bestehende Kundenbeziehungen und Neukunden die Vergabe und Einhaltung von Kreditlimits, kundenindividuelle Bonitätsanalysen unter Nutzung interner und externer Finanzinformationen, die Risikoklassifizierung sowie die kontinuierliche Überwachung der Forderungsrisiken auf lokaler Ebene. Des Weiteren überwachen wir unsere wichtigsten Kundenbeziehungen auch auf regionaler und globaler Ebene. Darüber hinaus werden selektiv länder- und kundenspezifische Absicherungsmaßnahmen innerhalb und außerhalb des Euroraums vorgenommen.

Erhaltene Sicherheiten beziehungsweise Absicherungsmaßnahmen betreffen die länder- und kundenspezifische Absicherung durch Kreditversicherungen, bestätigte und unbestätigte Akkreditive im Exportgeschäft sowie Bürgschaften, Garantien und Deckungszusagen.

Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte bilden wir, um die Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag anzusetzen. Für bereits eingetretene, aber noch nicht bekannte Wertminderungen bilden wir auf der Basis von Erfahrungswerten unter Zugrundelegung der Überfälligkeitsstruktur pauschalierte Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen und Darlehen, die mehr als 180 Tage überfällig sind, werden nach Prüfung der Werthaltigkeit in der Regel zu 100 Prozent einzelwertberichtigt.

Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder direkt über eine Ausbuchung der Forderung berücksichtigt wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls eingeschätzt wird. Bei als uneinbringlich eingestuften Forderungen erfassen wir das Ausfallrisiko über eine Ausbuchung der wertgeminderten Forderung beziehungsweise des etwaigen Betrags des Wertberichtigungskontos. Bei Wegfall der Gründe für eine ursprünglich erfasste Wertminderung nehmen wir eine entsprechende Wertaufholung erfolgswirksam vor.

Insgesamt haben wir auf Forderungen und Darlehen im Jahr 2013 Wertberichtigungen in Höhe von 17 Mio Euro (Vorjahr: 30 Mio Euro) vorgenommen.

Der Buchwert von Forderungen und Darlehen, deren Fälligkeit neu verhandelt worden ist, weil sie ansonsten überfällig oder wertgemindert wären, beträgt 1 Mio Euro (im Vorjahr: 1 Mio Euro).

Aufgrund unserer Erfahrungswerte gehen wir davon aus, dass – abgesehen von den oben beschriebenen Wertberichtigungen – keine weiteren Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, vorzunehmen sind.

Altersanalyse der Überfälligkeit nicht wertgeminderter Forderungen und Darlehen

Aufteilung
in Mio Euroweniger
als 30 Tage
30 bis 60 Tage 61 bis 90 Tage mehr als 91 TageGesamt
Stand 31.12.2013 16552205242
Stand 31.12.2012 15146144215

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Ausfallrisiken entstehen auch aus finanziellen Investments, zum Beispiel Bankguthaben, Wertpapieren und dem positiven Marktwert von Derivaten. Solche Risiken werden von unseren Experten in Corporate Treasury durch die Auswahl bonitätsstarker Kontrahenten und eine Limitierung der Anlagebeträge begrenzt. Im Rahmen der Geldanlage und des Derivatehandels mit deutschen und internationalen Banken schließen wir Geschäfte nur mit Kontrahenten hoher Bonität ab. Wir investieren ausschließlich in Wertpapiere von Emittenten, die als „Investment Grade“ eingestuft sind. Die Geldanlagen sind kurzfristig liquidierbar. Unsere finanziellen Investments sind sowohl auf unterschiedliche Kontrahenten als auch auf verschiedene Finanzanlagen breit diversifiziert. Zur Minimierung des Ausfallrisikos schließen wir mit den Kontrahenten Netting-Vereinbarungen zur Aufrechnung bilateraler Forderungen und Verbindlichkeiten. Zudem bestehen mit ausgewählten Banken sogenannte Collateral-Vereinbarungen. In deren Rahmen werden gegenseitige Sicherheitszahlungen zur Absicherung der Marktwerte abgeschlossener Derivate sowie sonstiger Ansprüche und Verpflichtungen halbmonatlich geleistet. Die Netting-Vereinbarungen sehen lediglich einen bedingten Anspruch auf Verrechnung von mit einer Vertragspartei getätigten Geschäften vor. Eine Verrechnung der dazugehörigen Beträge kann demnach nur unter bestimmten Umständen wie etwa bei Insolvenz einer der Vertragsparteien vorgenommen werden. Die Netting-Vereinbarungen erfüllen damit nicht die Saldierungskriterien des IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten aus Derivaten, die Netting-, Collateral- oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen:

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten aus Derivaten, die Netting-, Collateral- oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen
jeweils zum 31.12.
in Mio Euro
In der Bilanz ausge-
wiesener Bruttobetrag1
Verrechnungsfähiger
Betrag
 Erhaltene/gestellte
finanzielle Sicherheiten
Nettobetrag
2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013
Finanzielle Vermögenswerte 258 154 46 19 66 54 146 81
Finanzielle Verbindlichkeiten 52 34 46 19 4 6 11

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Neben den Netting- und Collateral-Vereinbarungen werden zur Minimierung des Ausfallrisikos Anlagelimits entsprechend den Ratings der Kontrahenten vergeben sowie regelmäßig überprüft und angepasst. Darüber hinaus ziehen wir bei der Festsetzung der Limits weitere Indikatoren wie die Notierung der „Credit Default Swaps“ (CDS) der Banken hinzu. Zur Abdeckung des verbleibenden Ausfallrisikos aus den positiven Marktwerten der Derivate besteht eine Wertberichtigung in Höhe von 2 Mio Euro ( Vorjahr: 1 Mio Euro).

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist definiert als Risiko, dass die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen nicht jederzeit nachkommen kann.

Diesem Risiko begegnen wir dadurch, dass wir langfristige Finanzierungsinstrumente in Form von ausgegebenen Anleihen einsetzen. Mithilfe unseres bestehenden „Debt-Issuance“- Programms mit einem Gesamtvolumen von 6 Mrd Euro ist dies auch kurzfristig und flexibel möglich. Um die finanzielle Flexibilität des Henkel-Konzerns zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, wird die Liquidität im Konzern über Cash Pools weitgehend zentralisiert und gesteuert. Unsere Geldanlagen erfolgen überwiegend in finanzielle Vermögenswerte, für die ein liquider Markt vorhanden ist, so dass diese zur Beschaffung von liquiden Mitteln jederzeit verkauft werden können. Darüber hinaus verfügt der Henkel-Konzern über fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von 1,5 Mrd Euro. Diese Kreditlinien haben Laufzeiten bis 2018. Die einzelnen Tochtergesellschaften des Henkel-Konzerns verfügen zusätzlich über bilaterale Kreditzusagen mit einer revolvierenden Laufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 0,1 Mrd Euro. Unsere Kreditwürdigkeit wird regelmäßig von den Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s bewertet.

Das Liquiditätsrisiko ist daher als sehr gering einzustufen.

Die Fälligkeitsstruktur der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7 basierend auf CashflowsCashflows
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
stellt sich wie folgt dar:

Cashflows aus finanziellen Verbindlichkeiten
in Mio EuroRestlaufzeit
31.12.2012
Buchwerte
bis zu
1 Jahr
über 1 bis
5 Jahre
mehr als
5 Jahre
31.12.2012
Cashflow
insgesamt
Anleihen1 3.624 1.250 2.486 3.736
Commercial Paper2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 146 147 147
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.647 2.647 2.647
Sonstige Finanzinstrumente3 79 74 2 3 79
Originäre Finanzinstrumente 6.496 4.118 2.488 3 6.609
Derivative Finanzinstrumente 52 38 15 53
Gesamt 6.548 4.156 2.503 3 6.662

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Cashflows aus finanziellen Verbindlichkeiten
in Mio EuroRestlaufzeit
31.12.2013
Buchwerte
bis zu
1 Jahr
über 1 bis
5 Jahre
mehr als
5 Jahre
31.12.2013
Cashflow
insgesamt
Anleihen1 2.461 1.146 1.370 2.516
Commercial Paper2 35 35 35
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 117 117 117
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.872 2.872 2.872
Sonstige Finanzinstrumente3 58 53 2 3 58
Originäre Finanzinstrumente 5.543 4.223 1.372 3 5.598
Derivative Finanzinstrumente 34 28 6 34
Gesamt 5.577 4.251 1.378 3 5.632

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Marktrisiko

Das Marktrisiko besteht darin, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie sonstige Preisrisiken (insbesondere das Rohstoffpreisrisiko).

Corporate Treasury steuert zentral das Währungs- und Zinsmanagement des Konzerns und entsprechend alle Abschlüsse von Geschäften mit Finanzderivaten und sonstigen Finanzinstrumenten. Handel, Treasury Controlling und Abwicklung (Front-, Middle- und Back-Office) sind räumlich und organisatorisch getrennt. Kontraktpartner sind deutsche und internationale Banken, die in Übereinstimmung mit den Treasury-Richtlinien des Henkel-Konzerns regelmäßig in Bezug auf Bonität und Qualität der Quotierungen überprüft werden. Der Einsatz von Finanzderivaten zur Steuerung der Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft sowie der daraus resultierenden Finanzerfordernisse erfolgt ebenfalls in Übereinstimmung mit den Treasury-Richtlinien. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Das Währungs- und Zinsrisikomanagement des Konzerns wird durch ein integriertes Treasury-System unterstützt, das zur Identifizierung, Bewertung und Analyse der Währungs- und Zinsrisiken dient. Integriert bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Gesamtprozess vom Abschluss der Finanztransaktionen bis zu deren Buchung abgedeckt ist. Ein großer Teil des Devisenhandels erfolgt über internetbasierte, multibankfähige Handelsplattformen. Die abgeschlossenen Devisengeschäfte werden automatisch in das Treasury-System übergeleitet. Die im Rahmen eines standardisierten Berichtswesens von allen Tochtergesellschaften gemeldeten Währungs- und Zinsrisiken werden durch einen Datentransfer in das Treasury- System integriert. Hierdurch sind sowohl alle konzernweiten Währungs- und Zinsrisiken als auch die zur Sicherung dieser Risiken abgeschlossenen Derivate jederzeit abrufbar und bewertbar. Das Treasury-System erlaubt den Einsatz verschiedener Risikokonzepte.

Das Marktrisiko wird mittels Sensitivitätsanalysen sowie Value-at-Risk-Berechnungen überwacht. Sensitivitätsanalysen erlauben die Abschätzung potenzieller Verluste, künftiger Erträge, beizulegender Zeitwerte oder von CashflowsCashflows
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
marktrisikosensitiver Instrumente, die sich aus einer oder mehreren ausgewählten hypothetischen Veränderungen der Wechselkurse, Zinssätze, Rohstoffpreise und sonstiger relevanter Marktsätze oder Preise in einem bestimmten Zeitraum ergeben. Im Henkel-Konzern wird die Sensitivitätsanalyse genutzt, weil sie angemessene Risikoeinschätzungen auf der Basis direkter Annahmen (zum Beispiel einer Zinserhöhung) ermöglicht. Value-at-Risk-Berechnungen zeigen im Sinn einer Maximalbetrachtung den potenziellen künftigen Verlust eines bestimmten Portfolios über einen vorgegebenen Zeitraum, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird.

Währungsrisiko

Die Internationalität unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen mit sich. Bei dem sich hieraus ergebenden Währungsrisiko sind das Transaktions- und das Translationsrisiko zu unterscheiden.

Das Transaktionsrisiko entsteht durch mögliche Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil unseres zentralen Risikomanagements. Transaktionsrisiken aus dem operativen Geschäft werden teilweise dadurch reduziert, dass wir unsere Produkte in den Ländern produzieren, in denen wir sie verkaufen. Verbleibende Transaktionsrisiken aus dem operativen Geschäft steuern wir aktiv durch unser Corporate Treasury. Wir beurteilen das spezifische Währungsrisiko und entwickeln eine Sicherungsstrategie. Zielsetzung bei der Währungsabsicherung ist das Festschreiben von Preisen auf Basis von Sicherungskursen zum Schutz vor zukünftigen ungünstigen Währungskursschwankungen. Da wir potenzielle Verluste limitieren, sind negative Auswirkungen auf das Ergebnis begrenzt. Das Transaktionsrisiko aus wesentlichen Finanzforderungen und -verbindlichkeiten wird weitestgehend gesichert. Zur Steuerung der Risiken setzen wir hauptsächlich Devisentermingeschäfte und Währungsswaps ein. Die Derivate sind in die Kategorie „Zu Handelszwecken gehalten“ designiert und werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das im Konzern bestehende Währungsrisiko in Form des Transaktionsrisikos wirkt sich daher unmittelbar auf das Ergebnis aus und wird nicht erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Der sogenannte Value at RiskValue at Risk
Englisch für eine Methode zur Berechnung des Verlustpotenzials eines Portfolios bezogen auf den Marktwert. Der Value at Risk gibt den höchstmöglichen künftigen Verlust an.
des Transaktionsrisikos des Henkel-Konzerns betrug zum Stichtag
31. Dezember 2013 nach Sicherung 74 Mio Euro (Vorjahr: 21 Mio Euro). Der Value at RiskValue at Risk
Englisch für eine Methode zur Berechnung des Verlustpotenzials eines Portfolios bezogen auf den Marktwert. Der Value at Risk gibt den höchstmöglichen künftigen Verlust an.
zeigt das höchste zu erwartende Verlustrisiko eines Jahres aufgrund von Währungsschwankungen. Seit dem Geschäftsjahr 2013 verwenden wir im Rahmen der internen Risikoberichterstattung einen Value at RiskValue at Risk
Englisch für eine Methode zur Berechnung des Verlustpotenzials eines Portfolios bezogen auf den Marktwert. Der Value at Risk gibt den höchstmöglichen künftigen Verlust an.
von einem Jahr, da dieser das Risiko eines Geschäftsjahres umfassender abbildet. Das Risiko entsteht durch Im- und Exporte der Henkel AG & Co. KGaAKGaA
Abkürzung für: Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die KGaA ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), bei der mindestens ein Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet (persönlich haftender Gesellschafter). Die übrigen Gesellschafter sind an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (Kommanditaktionäre).
sowie der ausländischen Tochtergesellschaften. Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Henkel-Konzerns handelt es sich um ein Portfolio mit mehr als 50 verschiedenen Währungen. Wesentlichen Einfluss auf das Währungsrisiko haben neben dem US-Dollar insbesondere der russische Rubel, der mexikanische Peso, die ukrainische Hrywnja und die türkische Lira. Es handelt sich um einen Value at RiskValue at Risk
Englisch für eine Methode zur Berechnung des Verlustpotenzials eines Portfolios bezogen auf den Marktwert. Der Value at Risk gibt den höchstmöglichen künftigen Verlust an.
mit einem angenommenen Zeithorizont von einem Jahr und einem einseitigen Konfidenzintervall von 95 Prozent. Als Berechnungsgrundlage verwenden wir den sogenannten Varianz- Kovarianz-Ansatz. Volatilitäten und Korrelationen werden auf Basis historischer Daten ermittelt. Grundlage der Value-at-Risk-Berechnung sind die operativen Buchpositionen und Planpositionen in Fremdwährung mit einem Planungshorizont von üblicherweise neun Monaten.

Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- sowie der Gewinn- und Verlust-Positionen einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Im Unterschied zum Transaktionsrisiko wirkt sich das Translationsrisiko jedoch nicht zwangsläufig auf zukünftige CashflowsCashflows
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
aus. Das Eigenkapital des Konzerns spiegelt die wechselkursbedingten Buchwertänderungen wider. Die Risiken aus der Umrechnung von Ergebnissen der Tochtergesellschaften in Fremdwährungen und aus Nettoinvestitionen in ausländische Gesellschaften werden nur in Ausnahmefällen gesichert.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
der aktuellen und zukünftiger Berichtsperioden. Aus sich verändernden Kapitalmarktzinsen resultiert bei festverzinslichen Finanzinstrumenten ein Fair-Value- Risiko, da die beizulegenden Zeitwerte in Abhängigkeit der Kapitalmarktzinssätze schwanken. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten besteht ein CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
-Risiko, da die Zinszahlungen in der Zukunft Schwankungen unterliegen.

Die Liquiditätsbeschaffung und -anlage des Henkel-Konzerns findet zum größten Teil an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten statt. Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sowie unsere Geldanlagen sind einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Ziel unseres zentralen Zinsmanagements ist es, durch die Wahl von Zinsbindungen und den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten dieses Zinsänderungsrisiko zu steuern. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos dürfen ausschließlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Risikomanagementsystem abbilden und bewerten lassen.

Die Zinsstrategie von Henkel ist darauf ausgerichtet, das Zinsergebnis des Henkel-Konzerns zu optimieren. Basis für die Entscheidungen im Zinsmanagement sind die zur Liquiditätssicherung emittierten Anleihen, die zur Geldanlage genutzten Wertpapiere und Terminanlagen sowie die sonstigen Finanzinstrumente. Die einem Zinsrisiko unterliegenden Finanzinstrumente und Zinsderivate sind insbesondere in Euro und in US-Dollar denominiert.

In Abhängigkeit von der Zinserwartung schließt Henkel zur Optimierung der Zinsbindungsstruktur derivative Finanzinstrumente ab – im Wesentlichen Zinsswaps. Die Verzinsung der durch Henkel begebenen, in Euro denominierten Anleihen wurde mithilfe von Zinsswaps von Festzins in variable Zinsen gewandelt. Bei einem erwarteten Anstieg des Zinsniveaus schützt sich Henkel durch den Abschluss zusätzlicher Zinsderivate vor kurzfristig steigenden Zinsen. Ein Großteil der Finanzierung in US-Dollar ist durch Zinsswaps in fixe Zinsen gewandelt. Diese Zinsfixierung läuft zum Ende des ersten Quartals 2014 aus. Dadurch besteht die Nettozinsposition vor allem aus einer gemischt US-Dollar-fixen und Euro-variablen Verzinsungsstruktur.

Zu den Bilanztagen stellte sich das einem Zinsrisiko unterliegende Exposure wie folgt dar:

Zinsrisikoexposure
in Mio Euro Buchwerte
2012 2013
Festverzinsliche Finanzinstrumente
Euro
US-Dollar 910 508
Sonstige
910 508
     
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente
Euro –260 –827
US-Dollar 42 168
Chinesischer Yuan –228 –364
Russischer Rubel –129 –106
Sonstige –250 –338
–825 – 1.467

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Grundlage für die Berechnung des Zinsrisikos sind Sensitivitätsanalysen. Bei der Analyse des CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
-Risikos werden alle wesentlichen variabel verzinslichen Finanzinstrumente zum Bilanztag betrachtet. Die NettoverschuldungNettoverschuldung
Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie abzüglich eines positiven oder zuzüglich eines negativen Marktwerts der Sicherungsgeschäfte für die Finanzschulden, sofern die Finanzschulden selbst ebenfalls einer „Mark to Market“-Bewertung unterliegen.
ist definiert als Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie abzüglich kurzfristig monetisierbarer, als „zur Veräußerung verfügbar“ oder nach der „Fair ValueFair Value
Der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht oder beglichen werden kann.
Option“ klassifizierter Finanzinstrumente sowie abzüglich positiver und zuzüglich negativer Marktwerte der Sicherungsgeschäfte. Auf Basis dieser Berechnung ergeben sich zum jeweiligen Bilanztag die in der Tabelle aufgeführten Zinsrisiken. Bei der Analyse des Fair-Value-Risikos gehen wir von einer Parallelverschiebung der Zinskurve um 100 Basispunkte (Basis Points) aus und ermitteln die hypothetische Marktwertänderung der zugrunde liegenden Zinsderivate zum Stichtag. Die einem Fair- Value-Risiko unterliegenden festverzinslichen Finanzinstrumente sind im Wesentlichen die festverzinslichen Bankverbindlichkeiten in US-Dollar.

In der folgenden Tabelle wird im Rahmen der oben beschriebenen Basis-Point-Value (BPV)-Analyse das Risiko von Zinsschwankungen für das Ergebnis des Henkel-Konzerns dargestellt.

Zinsrisiko
in Mio Euro 20122013
Auf Basis einer Zinsänderung in Höhe von
jeweils 100 Basispunkten
–2 –15
Davon:  
Cashflow erfolgswirksam durch die Gewinn-
und Verlustrechnung
–8 –15
Fair Value erfolgsneutral durch die Gesamtergebnisrechnung 6

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Sonstige Preisrisiken (Rohstoffpreisrisiko)

Die Unsicherheit in Bezug auf die Rohstoffpreisentwicklung hat Auswirkungen auf den Konzern. Die Einkaufspreise für Rohstoffe können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflussen. Die von der Konzernleitung vorgesehene Risikomanagementstrategie hinsichtlich des Beschaffungsmarktrisikos und seines Ausgleichs wird im Risiko- und Chancenbericht beschrieben.

Im Rahmen dieser Risikomanagementstrategie werden auf der Grundlage von Prognosen des erforderlichen Einkaufsbedarfs in geringem Umfang auch Warentermingeschäfte mit Barausgleich zur Absicherung künftiger Unsicherheiten in Bezug auf die Rohstoffpreisentwicklung abgeschlossen. Der Einsatz von Warentermingeschäften mit Barausgleich erfolgt bei Henkel nur bei Vorliegen einer direkten Sicherungsbeziehung zwischen Warenderivat und physischem Grundgeschäft. Henkel wendet kein Hedge AccountingHedge Accounting
Eine Methode zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dabei wird der kompensatorische Effekt von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechung beziehungsweise in der Gesamtergebnisrechung erfasst.
an und ist daher aufgrund des Haltens von Warenderivaten temporären Preisrisiken ausgesetzt. Diese bestehen darin, dass die Warenderivate zum Marktwert bewertet werden und der Einkaufsbedarf als schwebendes Geschäft nicht bewertet wird. Dies kann zu Belastungen von Ergebnis und Eigenkapital führen. Die Entwicklung der Marktwerte und die daraus resultierenden Risiken werden laufend überwacht.

Der Einfluss einer negativen Rohstoffpreisentwicklung auf die Bewertung der eingesetzten Derivate ist für die Finanzlage des Henkel-Konzerns aufgrund des geringen Umfangs der eingesetzten Derivate unwesentlich. Bei einer Veränderung der Rohstoffpreise um 10 Prozent würde sich ein Verlust aus den Derivaten von weniger als 1 Mio Euro ergeben.