Geschäftsbericht 2013

Wirtschaftsbericht

Finanzierung und Kapitalmanagement

Der Konzern wird finanziell durch die Henkel AG & Co. KGaAKGaA
Abkürzung für: Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die KGaA ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), bei der mindestens ein Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet (persönlich haftender Gesellschafter). Die übrigen Gesellschafter sind an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (Kommanditaktionäre).
zentral gesteuert. Finanzmittel werden in der Regel zentral beschafft und konzernintern verteilt. Wir verfolgen eine konservative und auf Flexibilität ausgerichtete Anlage- und Verschuldungspolitik mit einem ausgewogen gestalteten Investitions- und Finanzierungsportfolio. Die wichtigsten Ziele unseres Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns einschließlich der Gewährleistung des jederzeitigen Zugangs zum Kapitalmarkt sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele sind die Optimierung der Kapitalstruktur, die Dividendenpolitik, Eigenkapitalmaßnahmen, Akquisitionen und Divestments sowie die Reduzierung von Schulden. Dabei stimmen wir Kapitalbedarf und Kapitalbeschaffung so aufeinander ab, dass den Erfordernissen an Ertrag, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit ausgewogen Rechnung getragen wird.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Henkel eine gegenüber dem Vorjahr höhere Dividende für Stamm- und Vorzugsaktien gezahlt. Den nicht für Investitionen, Dividenden und Zinsausgaben benötigten CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
verwenden wir zur Verbesserung unserer Nettofinanzposition, zur Dotierung des Pensionsvermögens sowie zur Finanzierung von Akquisitionen. Den kurzfristigen Finanzierungsbedarf decken wir vor allem über Commercial PaperCommercial Paper
Englisch für: kurzfristige Inhaberschuldverschreibungen. Sie beinhalten Zahlungsversprechen und werden zur kurzfristigen Fremdkapitalaufnahme emittiert.
und Bankdarlehen. Das Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm ist zusätzlich durch eine syndizierte KreditfazilitätKreditfazilität
Sie bezeichnet die Gesamtheit aller Kreditmöglichkeiten, die zur Deckung eines Kreditbedarfs bei einer oder mehrerer Banken zur Verfügung steht und bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann.
abgesichert. Die ausstehenden Anleihen dienen der Deckung langfristiger Finanzierungserfordernisse.

Unsere finanzwirtschaftliche Steuerung orientiert sich an den in unserer Finanzstrategie festgelegten Finanzkennzahlen. Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäfte sind je nach Region unterschiedliche rechtliche und regulatorische Vorschriften zu beachten. Stand und Weiterentwicklung dieser Vorschriften verfolgen wir zentral und berücksichtigen Veränderungen im Rahmen des Kapitalmanagements.

Unsere Kreditwürdigkeit wird regelmäßig von den beiden Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s überprüft. Wie bereits im Vorjahr liegt unser RatingRating
Einschätzung der Bonität eines Unternehmens, die durch Ratingagenturen vergeben wird.
bei „A flat“/„A–1“ (Standard & Poor’s) beziehungsweise „A2“/„P1“ (Moody’s). Sowohl Standard & Poor’s als auch Moody’s stufen Henkel somit weiterhin im bestmöglichen Segment ein, dem Investment-Grade-Segment.

Bewertung der Ratingagenturen
Standard & Poor’s Moody’s
Langfristig A flat A2
Ausblick stabil stabil
Kurzfristig A–1 P1

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Zum 31. Dezember 2013 betrugen unsere Langfristigen Finanzschulden 1.386 Mio Euro. Darin enthalten ist die im November 2005 begebene Hybrid-AnleiheHybrid-Anleihe
Eigenkapitalähnliche Unternehmensanleihe mit meist keiner oder sehr langer Fälligkeit. Sie ist durch ihre Nachrangigkeit im Insolvenzfall des Emittenten gekennzeichnet.
mit einem Nennwert von 1,3 Mrd Euro. Die Kurzfristigen – das heißt mit einer Laufzeit unter zwölf Monaten ausgestatteten – Finanzschulden betrugen zum Bilanztag 1.230 Mio Euro. Dabei handelt es sich um die im März 2009 emittierte Festzins-Anleihe mit einem Nennwert von 1 Mrd Euro sowie um verzinsliche Darlehen und Kredite von Banken.

Den CashflowCashflow
Englisch für: Zuflüsse und Abflüsse von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Sie werden im Rahmen der Kapitalflussrechnung aufgeteilt in die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit,
Investitions-/Akquisitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
aus laufender Geschäftstätigkeit haben wir unter anderem zur Rückzahlung unseres im Juni 2013 fällig gewordenen Senior Bonds verwendet. Insgesamt haben wir die Nettofinanzposition weiter deutlich verbessert. Die Hybrid-AnleiheHybrid-Anleihe
Eigenkapitalähnliche Unternehmensanleihe mit meist keiner oder sehr langer Fälligkeit. Sie ist durch ihre Nachrangigkeit im Insolvenzfall des Emittenten gekennzeichnet.
wird von Standard & Poor’s zu 50 Prozent und von Moody’s nach Änderung der Bewertungsmethode ebenfalls zu 50 Prozent als Eigenkapital angerechnet. Die Anrechnung entlastet die ratingspezifischen Verschuldungskennziffern des Konzerns (siehe Tabelle Finanzkennzahlen).

Das finanzielle Risikomanagement von Henkel erläutern wir im Risiko- und Chancenbericht. Weitere ausführliche Informationen zu Finanzinstrumenten sind in der Berichterstattung zu Finanzinstrumenten im Konzernanhang enthalten.